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7. Oktober 2026 · Apothekenteam
Erkältungszeit: Erkältungsmittel und Dauermedikamente gemeinsam prüfen
Schnupfen, Halskratzen, Kopfschmerzen – im Oktober greifen viele zu Mitteln aus der Hausapotheke. Wer zusätzlich regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte genauer hinschauen. Die Apotheke im E center Lohne erklärt, worauf es bei der Selbstmedikation ankommt.
Das Wichtigste in Kürze: Viele Erkältungspräparate enthalten mehrere Wirkstoffe, etwa Schmerzmittel, abschwellende Substanzen oder Antihistaminika. In Kombination mit Dauermedikamenten – zum Beispiel gegen Bluthochdruck, für die Blutverdünnung oder bei Diabetes – kann es zu Wechselwirkungen kommen. Auch die doppelte Einnahme desselben Wirkstoffs aus verschiedenen Präparaten ist ein häufiges Risiko. Wir prüfen auf Wunsch, welche Erkältungsmittel zur bestehenden Medikation passen.

Kombipräparate: mehr Wirkstoffe, mehr Fragen

Viele Erkältungsmittel kombinieren mehrere Wirkstoffe in einer Tablette oder einem Heißgetränk. Das kann praktisch sein, birgt aber auch Risiken: Wer zusätzlich eine Schmerztablette nimmt, nimmt unter Umständen denselben Wirkstoff doppelt ein – ohne es zu merken. Ein Blick auf die Packungsbeilage hilft, ersetzt aber nicht immer die Beratung.

Wo Wechselwirkungen auftreten können

  • Bluthochdruck: Abschwellende Wirkstoffe in Nasensprays oder Kombipräparaten können den Blutdruck beeinflussen.
  • Blutverdünnung: Bestimmte Schmerzmittel können die Wirkung blutverdünnender Medikamente verändern.
  • Magenempfindlichkeit: Einige Schmerzmittel können den Magen zusätzlich belasten.
  • Müdigkeit: Antihistaminika in Nacht-Präparaten können die Wirkung anderer dämpfender Medikamente verstärken.
Ob im Einzelfall eine Wechselwirkung relevant ist, hängt von der gesamten Medikation ab. Genau das prüfen wir gemeinsam mit Ihnen.

Medikationsanalyse: der Überblick über alle Arzneimittel

Wer fünf oder mehr Medikamente dauerhaft einnimmt, hat Anspruch auf eine Medikationsanalyse als pharmazeutische Dienstleistung. Dabei schauen wir uns alle Arzneimittel an – auch rezeptfreie Präparate und Nahrungsergänzungsmittel.

Wann zum Arzt?

Selbstmedikation ist bei einer leichten Erkältung oft ausreichend. Bei hohem Fieber, Atemnot, starken Schmerzen, Beschwerden länger als eine Woche oder bei Vorerkrankungen sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen. Auch Säuglinge, Schwangere und ältere Menschen sollten früher ärztlichen Rat einholen.

Apotheken-Tipp

Bringen Sie bei Ihrem nächsten Besuch Ihren Medikationsplan oder eine Liste Ihrer Medikamente mit. So können wir Erkältungsmittel gezielt auswählen, die zu Ihrer Situation passen.

FAQ

Kann ich Erkältungsmittel nehmen, wenn ich Blutdrucktabletten einnehme?
Das hängt vom Präparat ab. Abschwellende Wirkstoffe können den Blutdruck beeinflussen. Wir beraten, welche Mittel in Ihrer Situation in Frage kommen.
Was ist bei Kombipräparaten gegen Erkältung zu beachten?
Kombipräparate enthalten oft mehrere Wirkstoffe. Wer zusätzlich andere Mittel einnimmt, kann denselben Wirkstoff doppelt aufnehmen. Eine kurze Rücksprache in der Apotheke hilft, das zu vermeiden.
Welche Schmerzmittel sind bei Blutverdünnern geeignet?
Einige Schmerzmittel können die Wirkung blutverdünnender Medikamente verändern. Welches Präparat geeignet ist, sollte individuell geklärt werden – in der Apotheke oder mit der behandelnden Ärztin bzw. dem behandelnden Arzt.
Was ist eine Medikationsanalyse?
Dabei prüft die Apotheke alle Arzneimittel, die Sie einnehmen, auf Wechselwirkungen, Doppelungen und Einnahmefragen. Bei fünf oder mehr Dauermedikamenten ist sie eine Leistung der Krankenkasse.
Wann sollte ich mit einer Erkältung zum Arzt gehen?
Bei hohem Fieber, Atemnot, starken Schmerzen, Beschwerden länger als eine Woche oder bei Vorerkrankungen.
Muss ich für die Beratung einen Termin vereinbaren?
Für eine kurze Beratung zu Erkältungsmitteln nicht. Für eine ausführliche Medikationsanalyse vereinbaren Sie am besten einen Termin unter 04442 808804.
Fachlich geprüft vom Apothekenteam der Apotheke im E center Lohne – Stand: Oktober 2026. Titelbild: KI-generiert.
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